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Diese Website ist eine Vorschaufassung. Die Veröffentlichungsfassung folgt erst, wenn Urkundennummern und die ärztliche Freigabe vollständig vorliegen.

je Kiefer 4–6 Implantate

All-on-4 — fester Vollkiefer auf vier Implantaten

Bei All-on-4 werden in einem zahnlosen Kiefer die beiden hinteren Implantate in einem Winkel von 30–45 Grad gesetzt, sodass eine festsitzende Vollprothese auf vier Implantaten möglich wird.

Dauer
2–4 Stunden
Anästhesie
Lokalanästhesie + Sedierung
Heilung
5–10 Tage · definitive Prothese nach 3–6 Monaten
Sitzungen
Operation + Provisorium + definitive Prothese
Haltbarkeit
Langlebig; jährliche Kontrolle und professionelle Reinigung sind Voraussetzung

Warum vier Implantate

In einem zahnlosen Kiefer für jeden Zahn ein eigenes Implantat zu setzen ist unnötig und wegen des Knochenvolumens meist ohnehin nicht möglich. Bei der All-on-4-Technik werden die beiden vorderen Implantate gerade, die beiden hinteren in einem Winkel von 30–45 Grad gesetzt.

Diese Winkelung ermöglicht bei Knochenabbau im hinteren Bereich eine festsitzende Versorgung, ohne dass zusätzliche Eingriffe wie ein Sinuslift nötig werden. Bei dichtem Knochen kann die Zahl der Implantate auf sechs erhöht werden.

Provisorium und definitive Prothese

Reicht die Primärstabilität der Implantate aus, kann innerhalb von 24–72 Stunden nach der Operation eine festsitzende provisorische Prothese eingesetzt werden. Das ist nicht bei allen möglich; die Entscheidung fällt anhand des während der Operation gemessenen Drehmoments.

Nach abgeschlossener Einheilung wird binnen 3–6 Monaten die definitive Prothese gefertigt. Deren Material — Zirkon oder hybrides Acryl — wird gemeinsam mit Ihnen gewählt, unter Berücksichtigung von Reinigungsgewohnheiten und Gegenkiefer.

Wie viele Reisen sind nötig

All-on-4 wird in zwei Reisen abgeschlossen. Bei der ersten erfolgt die Operation und, sofern möglich, die Eingliederung des Provisoriums; dafür sind 7–10 Tage vorzusehen.

Die zweite Reise wird nach der Einheilung gelegt, etwa 3–6 Monate später. Für Abformung, Anprobe und Eingliederung der definitiven Prothese sind weitere 7–10 Tage nötig.

  • Erste Reise — Tomografie, Operation, sofern möglich festsitzendes Provisorium (7–10 Tage)
  • Zwischenzeit — 3–6 Monate für die knöcherne Einheilung
  • Zweite Reise — Abformung, Anprobe, Eingliederung der definitiven Prothese (7–10 Tage)

Reinigung und Nachsorge

Eine festsitzende Prothese lässt sich nicht selbst herausnehmen. Deshalb ist die Reinigung unter der Prothese täglich mit Munddusche, Interdentalbürste und Superfloss durchzuführen.

Mindestens einmal jährlich wird die Prothese zahnärztlich abgenommen, darunter gereinigt und das Gewebe um die Implantate beurteilt. Diese Kontrolle kann auch eine Praxis in Deutschland, Österreich oder der Schweiz übernehmen — vorausgesetzt, sie kennt aus Ihrer Behandlungsdokumentation das verwendete System und den Schraubentyp.

Für wen nicht geeignet, was nicht zu erwarten ist

All-on-4 ist eine Lösung, die vier Implantate belastet. Fehlt der Knochen, den die Implantate tragen könnten, ist die Technik nicht anwendbar; dann sind mehr Implantate oder ein anderer prothetischer Plan nötig.

Am selben Tag mit festen Zähnen zu gehen ist nicht bei allen möglich und wird nicht vorab zugesagt. Zudem vermittelt eine festsitzende Prothese nicht dasselbe Gefühl und dieselbe Kauwahrnehmung wie eigene Zähne; die Eingewöhnung dauert einige Wochen.

  • Fortgeschrittener Knochenabbau unterhalb der Mindestimplantatlänge — auch mit Winkelung kein ausreichender Halt
  • Unkontrollierter Diabetes — Einheilung und Weichgewebeheilung sind gestört, deshalb hat die Stoffwechselkontrolle Vorrang
  • Intravenöse antiresorptive Therapie — keine Operationsplanung ohne schriftliche Stellungnahme der behandelnden Fachdisziplin
  • Starkes Rauchen — erhöht das Verlustrisiko bei mehreren Implantaten und wird gesondert beurteilt
  • Wer die tägliche Reinigung unter der Prothese nicht leisten kann — dann werden herausnehmbare Lösungen besprochen

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.

Häufige Fragen

Kann ich am selben Tag mit Zähnen gehen?
Reicht die beim Setzen gemessene Primärstabilität aus, kann innerhalb von 24–72 Stunden ein festsitzendes Provisorium eingegliedert werden. Das ist nicht bei allen möglich; bei weichem Knochen wird das Provisorium verschoben und die Einheilung abgewartet.
Lässt sich die Prothese herausnehmen?
Nicht durch Sie selbst; sie sitzt fest im Mund. Nur zahnärztlich wird sie einmal jährlich zur Kontrolle und Tiefenreinigung abgenommen und danach wieder eingegliedert.
Reichen vier Implantate für einen ganzen Kiefer?
Bei geeignetem Knochenvolumen und geeigneter Dichte ja; damit sich die Last auf vier Implantate verteilen kann, werden die hinteren gewinkelt gesetzt. Ist der Knochen schwach oder ist die Kaukraft natürlicher Zähne im Gegenkiefer hoch, wird die Zahl auf fünf oder sechs erhöht.
Warum wartet die definitive Prothese 3–6 Monate?
Wird die definitive Prothese gefertigt, bevor die Implantate vollständig eingeheilt sind, verteilt sie die Last nicht gesund. Diese Einheilung verläuft im Unterkiefer schneller, im Oberkiefer langsamer. In der Wartezeit bleibt die Kaufunktion über das Provisorium erhalten.

Voreinschätzung

Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit

Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.