İstanbul · BahçelievlerMontag – Freitag 09:00 – 19:00+90 536 998 71 50

Diese Website ist eine Vorschaufassung. Die Veröffentlichungsfassung folgt erst, wenn Urkundennummern und die ärztliche Freigabe vollständig vorliegen.

Entscheidungshilfe

Implantat oder Brücke?

Ein Implantat steht für sich allein, ohne die Nachbarzähne anzutasten, erfordert aber 2–3 Monate Einheilung im Knochen; eine Brücke ist in 5–7 Tagen fertig, verlangt aber, von den beiden gesunden Nachbarzähnen der Lücke an jeder Fläche 1,0–1,5 mm abzutragen. Da abgetragene Zahnsubstanz nicht zurückkommt, ist die Entscheidung nicht umkehrbar.

Was ist der grundlegende Unterschied zwischen beiden Verfahren?

Beim Implantat wird eine Titanschraube in den Kieferknochen gesetzt und nach der Einheilung eine Krone darauf gefertigt. Die Lücke bekommt ihre eigene Wurzel; die Nachbarzähne bleiben unberührt.

Bei der Brücke werden die beiden Zähne neben der Lücke verkleinert, und ein dreigliedriger Körper darauf schließt die Lücke. Das mittlere Glied berührt den Knochen nicht, es liegt auf dem Zahnfleisch auf.

Dieser Unterschied erklärt, warum die Entscheidung nicht umkehrbar ist: Beim Implantat bleiben die Nachbarzähne, wie sie sind; bei der Brücke sind zwei gesunde Zähne dauerhaft verkleinert.

Wie viele Zähne werden bei einer Brücke beschliffen?

Die Standardbrücke für einen fehlenden Zahn ist dreigliedrig: Die beiden Zähne neben der Lücke dienen als Pfeiler. Für einen fehlenden Zahn werden also zwei gesunde Zähne verkleinert.

Der Abtrag beträgt je nach Zahnfläche 1,0–1,5 mm und umfasst den Zahn vollständig. Diese Menge ergibt sich aus der Mindeststärke, die die Versorgung zum Sitzen braucht.

Fehlen zwei Zähne nebeneinander, kann die Brücke auf fünf Glieder anwachsen, und die Zahl der Pfeilerzähne steigt. Mit der Zahl der Pfeiler steigt auch die Zahl der beschliffenen gesunden Zähne.

Bei welchem Verfahren baut sich Knochen ab?

Nach einer Zahnentfernung verliert der Alveolarknochen an dieser Stelle an Volumen, weil er keine Last mehr aufnimmt. Der schnellste Verlust zeigt sich in den ersten 12 Monaten nach der Extraktion.

Ein Implantat überträgt die Kaulast unmittelbar auf den Knochen, stimuliert ihn dadurch und verlangsamt den Abbau. Der Körper der Brücke berührt den Knochen nicht; der Knochen darunter bleibt unbelastet und baut sich weiter ab.

Über dem mit der Zeit abgebauten Knochen entsteht zwischen Brückenkörper und Zahnfleisch ein Spalt. Dieser Spalt führt sowohl zu Speiseansammlung als auch zu einem sichtbaren dunklen Zwischenraum.

Was hält länger?

Eine Brücke wird im Mittel nach 10–15 Jahren erneuert. Ihre Lebensdauer bestimmt vor allem die Gesundheit der Pfeilerzähne; entsteht am Kronenrand Karies, muss die gesamte Brücke abgenommen werden.

Der Körper des Implantats im Knochen ist dauerhaft. Die Krone darauf kann wegen Abnutzung oder Farbanpassung nach 10–15 Jahren erneuert werden; das bedeutet nicht, dass das Implantat selbst ersetzt wird.

In beiden Verfahren sind Zahnfleischgesundheit und regelmäßige Kontrolle der gemeinsame Faktor für die Lebensdauer. Eine fortschreitende Entzündung um das Implantat (Periimplantitis) führt über Knochenabbau auch zum Verlust des Implantats.

Worin ist welches Verfahren überlegen?

Die Überlegenheit ändert sich von Mund zu Mund. Die beiden Verfahren lösen unterschiedliche Probleme zu unterschiedlichen Kosten.

  • Implantat überlegen — Nachbarzähne: gesunde Zähne werden gar nicht angetastet.
  • Implantat überlegen — Knochen: Es überträgt die Kaulast auf den Knochen und verlangsamt den örtlichen Abbau.
  • Implantat überlegen — Erneuerung einzelner Zähne: Tritt später ein Problem auf, wird nur diese Stelle behandelt.
  • Brücke überlegen — Dauer: in einer Reise, typischerweise in 5–7 Tagen abgeschlossen.
  • Brücke überlegen — kein Knochen nötig: anwendbar, wenn das Knochenvolumen für ein Implantat fehlt.
  • Brücke überlegen — wenn die Nachbarzähne ohnehin geschädigt sind: Werden wurzelbehandelte oder großflächig gefüllte Zähne als Pfeiler genutzt, entsteht kein zusätzlicher Verlust.
  • Gleich — Kaufunktion: Beide richtig geplanten Verfahren stellen das Kauen wieder her.

Wie groß ist der Unterschied bei Dauer und Reisen?

Die Brücke wird in einer Reise abgeschlossen und dauert typischerweise 5–7 Tage: Vorbereitung und Abformung, Anprobe, Eingliederung.

Das Implantat erfordert zwei Reisen. Bei der ersten wird das Implantat gesetzt (2–3 Tage), danach werden im Unterkiefer 2–3, im Oberkiefer 3–4 Monate Einheilung abgewartet. Bei der zweiten Reise wird der Aufbau fertiggestellt (4–5 Tage).

Sind Knochenaufbau oder Sinuslift nötig, verlängert sich die Gesamtdauer um weitere 3–6 Monate. Dieser Bedarf wird vor dem Eingriff mit einer Tomografie bestimmt.

Bei wem wird das Implantat verschoben oder nicht gesetzt?

Ein Implantat wird nicht in jedem Mund gesetzt. In den folgenden Situationen wird entweder zuerst vorbereitet oder es werden andere Optionen einschließlich der Brücke geprüft.

  • Patienten mit nicht abgeschlossenem Kieferwachstum — vor dem 18. Lebensjahr wird meist kein Implantat geplant.
  • Unkontrollierter Diabetes — kein Setzen vor Einstellung des Blutzuckers.
  • Unbehandelte Parodontitis — zuerst wird die Zahnfleischbehandlung abgeschlossen.
  • Starkes Rauchen — da es den Einheilerfolg senkt, wird eine Reduktion oder ein Ausstieg verlangt.
  • Einnahme von Knochendichtemedikamenten (Bisphosphonate und ähnliche) — keine Planung ohne Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
  • Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich in der Vorgeschichte — erfordert eine gesonderte Beurteilung.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.

Häufige Fragen

Was geschieht, wenn mein Knochen nicht ausreicht?
Mit einer dreidimensionalen Tomografie werden Knochenhöhe und -breite auf den Millimeter gemessen. Reicht der Knochen nicht, wird über Knochenaufbau oder im hinteren Oberkiefer über einen Sinuslift Volumen geschaffen. Diese Maßnahmen verlängern die Gesamtdauer um 3–6 Monate und verändern die Reiseplanung.
Bekomme ich am selben Tag einen Zahn?
In manchen Fällen kann am Tag des Setzens eine provisorische Krone eingegliedert werden. Der definitive Aufbau erfolgt erst nach abgeschlossener Einheilung. Die Formulierung „Implantat und fester Zahn in einer Reise“ beschreibt in den meisten Fällen eine provisorische Lösung.
Kann ich später von der Brücke auf ein Implantat wechseln?
Ja; die Brücke wird abgenommen und ein Implantat in die Lücke gesetzt. Lag die Brücke jedoch jahrelang im Mund, kann sich der Knochen darunter abgebaut haben, sodass zuerst ein Aufbau nötig wird. Zudem kehren die beschliffenen Pfeilerzähne nicht in ihren alten Zustand zurück; auch sie brauchen eine Versorgung.
Was spürt man während des Eingriffs?
Das Setzen des Implantats erfolgt in Lokalanästhesie; die Region wird betäubt, und während des Eingriffs ist ein Druck spürbar. Danach sind Schwellung und Empfindlichkeit über 2–3 Tage zu erwartende Befunde und werden mit den verordneten Medikamenten kontrolliert.

Voreinschätzung

Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit

Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.