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Diese Website ist eine Vorschaufassung. Die Veröffentlichungsfassung folgt erst, wenn Urkundennummern und die ärztliche Freigabe vollständig vorliegen.

Einzelzahn 1 · Vollkiefer 4–8 Implantate

Zahnimplantat

Ein Zahnimplantat ist eine Titanschraube von 3,0–5,0 mm Durchmesser, die anstelle der verlorenen Zahnwurzel in den Kieferknochen gesetzt wird, samt der darauf gefertigten prothetischen Versorgung.

Dauer
20–40 Minuten je Implantat
Anästhesie
Lokalanästhesie (auf Wunsch Sedierung)
Heilung
3–7 Tage · Einheilung 8–12 Wochen
Sitzungen
Chirurgische Phase + prothetische Phase
Haltbarkeit
Langlebig; Pflege und halbjährliche Kontrolle sind Voraussetzung

Zuerst wird der Knochen gemessen

Ein Implantat ist eine Schraube im Kieferknochen und braucht für den Halt ausreichende Knochenhöhe und -breite. Diese Messung erfolgt nicht nach Augenschein, sondern mit dreidimensionaler Tomografie auf den Millimeter.

Nach einer Zahnentfernung baut sich der Knochen an dieser Stelle mit der Zeit ab. Liegt der Verlust lange zurück, kann das Volumen unzureichend sein; dann wird zuerst ein Knochenaufbau oder ein Sinuslift durchgeführt, und der Ablauf verlängert sich um 3–6 Monate.

Die Phasen

In der ersten Phase wird das Implantat in den Knochen gesetzt und heilt ein. Die Osseointegration genannte Verbindung mit dem Knochen dauert im Unterkiefer etwa 8, im Oberkiefer 12 Wochen.

In der zweiten Phase wird der Gingivaformer eingesetzt, abgeformt und der Aufbau gefertigt. Bei ausreichender Primärstabilität kann in manchen Fällen früh ein Provisorium eingesetzt werden; diese Entscheidung fällt während der Operation.

Wie viele Reisen sind nötig

Eine Implantatbehandlung passt nicht in eine Reise. Da die Einheilung im Knochen abgewartet werden muss, werden zwei getrennte Aufenthalte geplant.

Bei der ersten Reise erfolgen Tomografie, Planung und Operation; meist genügen 3–4 Tage. Die zweite Reise wird 2–3 Monate später gelegt, für Abformung und Fertigstellung des Aufbaus sind 5–7 Tage vorzusehen.

  • Erste Reise — Tomografie, Planung, Implantatoperation (3–4 Tage)
  • Zwischenzeit — Einheilung: Unterkiefer 8, Oberkiefer 12 Wochen
  • Zweite Reise — Abformung, Anprobe und Eingliederung des Aufbaus (5–7 Tage)

Langlebigkeit entsteht durch Pflege

Ein Implantat kann keine Karies bekommen, aber Zahnfleisch und Knochen ringsum können erkranken. Wird diese als Periimplantitis bezeichnete Situation nicht behandelt, geht das Implantat verloren.

Deshalb sind halbjährliche Kontrollen und regelmäßige professionelle Reinigung untrennbarer Teil der Behandlung. Rauchen erhöht das Verlustrisiko deutlich.

Nachsorge nach der Rückkehr

Die Implantatbehandlung ist die einzige, bei der Sie zwischen zwei Reisen mehrere Monate zu Hause verbringen. Deshalb erhalten Sie nach der ersten Reise eine schriftliche Dokumentation: Implantatsystem, Durchmesser und Länge, Chargennummern, Position im Zahnschema und Röntgenaufnahme nach dem Eingriff.

Diese Dokumentation ist kein Beiwerk. Mit ihr kann eine zahnärztliche Praxis in Deutschland, Österreich oder der Schweiz das eingesetzte System eindeutig identifizieren — ohne diese Angaben lassen sich später weder Aufbauteile bestellen noch Schrauben nachziehen.

Die Nachsorge in der Einheilzeit läuft schriftlich mit Fotos. Kontrollpunkte sind meist die 1. Woche, der 1. Monat sowie 3–4 Wochen vor dem Rückreisetermin.

  • Sofort zahnärztlich abklären lassen — zunehmende Schwellung, Eiter, anhaltende Blutung oder Fieber
  • Zahnärztlich abklären lassen — ein lockeres Provisorium oder ein herausgefallener Gingivaformer
  • Mitnehmen für jede Vorstellung vor Ort — Behandlungsdokumentation mit Systemname und Chargennummern
  • Halbjährlich fortführen — professionelle Reinigung und Kontrolle des Implantatumfelds

Was das Ergebnis bestimmt

Für die Langlebigkeit eines Implantats gibt es drei Punkte: Volumen und Qualität des Knochens, in dem es sitzt, die Gesundheit des umgebenden Zahnfleischs und die tägliche Pflegedisziplin.

Fehlt einer dieser drei, kann der Eingriff kurzfristig unauffällig erscheinen, mittelfristig aber im Verlust enden. In der Untersuchung werden diese drei Punkte einzeln beurteilt.

Für wen nicht geeignet, was nicht zu erwarten ist

Ein Implantat muss eine biologische Verbindung zum Knochen eingehen. Steht dem etwas entgegen, ist es die richtigere Entscheidung, kein Implantat zu setzen.

Ein Implantat ersetzt den natürlichen Zahn nicht eins zu eins: Das parodontale Ligament der eigenen Wurzel fehlt, deshalb ist die Druckwahrnehmung anders. Ein „Zahn, der lebenslang keine Pflege braucht“, ist ebenfalls nicht zu erwarten.

  • Unkontrollierter Diabetes — hoher Blutzucker stört die Heilung; keine Operationsplanung ohne Stoffwechselkontrolle
  • Unzureichende Knochenhöhe oder -breite — wird in der Tomografie gemessen; ohne Aufbau kein Implantat
  • Intravenöse antiresorptive Therapie (z. B. Bisphosphonate) — wegen des Risikos für den Kieferknochen nicht ohne onkologische oder endokrinologische Stellungnahme
  • Starkes Rauchen — erhöht das Verlustrisiko; ohne Reduktions- oder Ausstiegsplan keine Empfehlung für mehrere Implantate
  • Unbehandelte Parodontitis und aktive Karies — keine chirurgische Phase, bevor der Mund gesund ist

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.

Häufige Fragen

Ist der Eingriff schmerzhaft?
Der Eingriff erfolgt in Lokalanästhesie; bei wirksamer Betäubung sind währenddessen keine Schmerzen zu erwarten. Die anschließende Empfindlichkeit über 2–3 Tage lässt sich meist mit den ärztlich empfohlenen Schmerzmitteln kontrollieren.
Wie lange hält ein Implantat?
Eine feste Zahl zu nennen wäre unseriös. Mit regelmäßiger Pflege und halbjährlichen Kontrollen ist eine Nutzung über viele Jahre möglich; wird die Zahnfleischgesundheit vernachlässigt, kann es binnen weniger Jahre verloren gehen. Entscheidend ist nicht das Implantat selbst, sondern die Pflege des umgebenden Gewebes.
Schließt Diabetes ein Implantat aus?
Ein gut eingestellter Diabetes ist kein absolutes Hindernis. Da unkontrollierter Blutzucker Wundheilung und Einheilung stört, wird zuerst die Stoffwechsellage eingestellt; Ihr aktueller HbA1c-Wert fließt in die Planung ein.
Kann direkt nach der Zahnentfernung implantiert werden?
In manchen Fällen kann in derselben Sitzung ein Implantat in die Extraktionsalveole gesetzt werden. Voraussetzung ist, dass keine Entzündung vorliegt und die Knochenwände intakt sind. Bei Infektion wird die Abheilung abgewartet, meist 2–3 Monate.
Wer betreut mich zwischen den beiden Reisen zu Hause?
Die planmäßige Nachsorge in der Einheilzeit läuft schriftlich mit uns über Fotos. Für Beschwerden, die eine Untersuchung erfordern, können Sie jede zahnärztliche Praxis vor Ort aufsuchen; die Behandlungsdokumentation mit Implantatsystem und Chargennummern ist dafür die fachliche Grundlage. Die Kostenübernahme einer solchen Vorstellung richtet sich nach Ihrem Versicherungsverhältnis.

Voreinschätzung

Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit

Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.