İstanbul · BahçelievlerMontag – Freitag 09:00 – 19:00+90 536 998 71 50

Diese Website ist eine Vorschaufassung. Die Veröffentlichungsfassung folgt erst, wenn Urkundennummern und die ärztliche Freigabe vollständig vorliegen.

meist 1.500–3.000 Grafts

Haartransplantation für Frauen

Bei Frauen bleibt die Haarlinie meist erhalten, während sich das Haar entlang des Scheitels diffus lichtet; die Verpflanzung wird erst geplant, nachdem gemessen wurde, ob der Spenderbereich mitbetroffen ist.

Dauer
6–9 Stunden
Anästhesie
Lokalanästhesie
Heilung
10 Tage Krustenbildung
Sitzungen
Eine Sitzung, bei Bedarf eine zweite
Haltbarkeit
Dauerhaft; Ergebnis nach 12–18 Monaten abgeschlossen

Ein anderes Ausfallmuster

Der androgenetische Haarausfall des Mannes schreitet über das Zurückweichen der Haarlinie und die Lichtung am Wirbel voran. Bei Frauen bleibt die Haarlinie meist erhalten; der Ausfall zeigt sich als diffuse Ausdünnung entlang des Scheitels. Dieses Muster wird nicht mit Norwood, sondern mit der Ludwig-Klassifikation beschrieben.

Dass das Muster diffus ist, bedeutet, dass auch der Spenderbereich teilweise betroffen sein kann. Deshalb steht bei Frauen die Beurteilung des Spenderbereichs vor der Entscheidung über die Verpflanzung selbst.

Zuerst wird die Ursache gesucht

Hinter Haarausfall bei Frauen können Eisenmangel, eine Schilddrüsenstörung, ein polyzystisches Ovarialsyndrom, hormonelle Veränderungen nach einer Geburt, rascher Gewichtsverlust oder Medikamente stehen.

Liegt eine dieser Ursachen vor, wird zuerst sie behandelt. Eine Verpflanzung ohne Behandlung der Ursache bleibt unzureichend, weil die Ausdünnung fortschreitet. Die Beurteilung beginnt deshalb mit Blutuntersuchungen.

Reicht der Spenderbereich?

Die Dichte der Follikulareinheiten und die Feinheit der Haare am Hinterkopf werden mikroskopisch gemessen. Zeigt der Spenderbereich eine deutliche Ausdünnung, dünnt der dort entnommene Graft auch am neuen Ort weiter aus.

Diese Messung ist bei Frauen der Schritt, der die Entscheidung am häufigsten verändert. Fällt das Ergebnis ungünstig aus, wird von einer Verpflanzung abgeraten; stattdessen wird ein Plan aus medikamentöser Behandlung und Haarpflege aufgestellt.

Der Verpflanzungsplan

Bei Frauen wird meist ohne oder mit nur teilweiser Rasur gearbeitet; das Spenderfenster wird vom darüberliegenden Haar verdeckt.

  • Verkleinerung einer hohen Stirn und Vorverlagerung der Haarlinie
  • Verdichtung entlang des Scheitels zwischen den vorhandenen Haaren
  • Wiederaufbau der mit der Zeit verlorenen Schläfendreiecke
  • Auffüllen dauerhaft kahler Zonen durch Zugbelastung (Traktionsalopezie)

Heilungskalender

Die erste Haarwäsche erfolgt am Tag nach der Operation in der Klinik. Die Krusten fallen binnen 10 Tagen ab; da langes Haar den verpflanzten Bereich teilweise verdeckt, ist die Rückkehr in den Alltag früh möglich.

Zwischen dem zweiten und vierten Monat tritt der Shedding-Effekt auf. Da zwischen vorhandenen Haaren verpflanzt wurde, kann in dieser Zeit ein vorübergehender Eindruck von Ausdünnung entstehen. Das dauerhafte Nachwachsen beginnt ab dem vierten Monat, das Ergebnis ist im 12.–18. Monat abgeschlossen.

Für wen nicht geeignet, was nicht zu erwarten ist

Bei einem erheblichen Teil der Patientinnen verläuft der Haarausfall ohne Muster und erfasst auch den Spenderbereich. In diesem Fall wird nicht verpflanzt: Der entnommene Graft dünnt auch am neuen Ort weiter aus. Die Entscheidung fällt nicht nach Augenschein, sondern nach Messung der Spenderdichte.

Die Verpflanzung fügt der lichten Zone Wurzeln hinzu; sie stoppt nicht den Ausfall vorhandener Haare. Bei diffuser Ausdünnung ist kein vollständiger Verschluss zu erwarten, sondern ein maßvoller Dichtegewinn an Scheitel und Stirnrand.

  • Diffuser Haarausfall ohne Muster mit ebenfalls ausgedünntem Spenderbereich — es wird nicht verpflanzt
  • Aktive vernarbende Alopezie (frontal fibrosierende Alopezie, Lichen planopilaris) — keine Planung, solange die Erkrankung nicht mindestens zwei Jahre ruht
  • Telogenes Effluvium ohne behobene Ursache — keine Verpflanzung, bevor Eisen-, Schilddrüsen- oder Hormonstatus korrigiert sind
  • Aktive Alopecia areata und Trichotillomanie — nicht ohne dermatologische Abklärung
  • Schwangerschaft und Stillzeit — Wahleingriffe werden verschoben

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.

Häufige Fragen

Muss ich meine Haare schneiden lassen?
In den meisten Fällen nein. Im Spenderbereich wird ein schmales, vom darüberliegenden Haar verdecktes Fenster gekürzt, das von außen nicht sichtbar ist. Die vorhandenen Haare im Empfängerbereich werden nicht geschnitten; die Grafts werden dazwischen gesetzt.
Stoppt die Verpflanzung die Ausdünnung?
Nein. Sie fügt der lichten Zone Wurzeln hinzu, stoppt aber nicht den Ausfall vorhandener Haare. Um das Fortschreiten zu verlangsamen, wird die medikamentöse Behandlung getrennt geplant und parallel geführt.
Wie viele Grafts sind bei Frauen nötig?
Meist wird im Bereich von 1.500–3.000 Grafts geplant. Für die Verkleinerung einer hohen Stirn werden 1.500–2.500 besprochen, zusammen mit der Verdichtung des Scheitels 2.500–3.000. Die genaue Zahl ergibt sich aus der Messung der Spenderdichte.
Ist eine Haartransplantation bei jeder Frau möglich?
Nein. Verläuft der Ausfall diffus und ohne Muster und erfasst er auch den Spenderbereich, ist eine Verpflanzung nicht geeignet, weil der entnommene Graft auch am neuen Ort ausdünnt. Diese Unterscheidung erfolgt in der Untersuchung über die Messung der Spenderdichte.

Voreinschätzung

Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit

Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.