Haartransplantation ohne Rasur
Bei der Haartransplantation ohne Rasur bleibt das vorhandene Haar ungeschnitten; lediglich ein schmaler, von darüberliegendem Haar verdeckter Streifen im Spenderbereich wird gekürzt, wodurch die Graftzahl je Sitzung begrenzt bleibt.
- Dauer
- 6–9 Stunden
- Anästhesie
- Lokalanästhesie
- Heilung
- 7–10 Tage Krustenbildung
- Sitzungen
- Eine Sitzung
- Haltbarkeit
- Dauerhaft; Ergebnis nach 12–18 Monaten abgeschlossen
Für wen das sinnvoll ist
Das Verfahren wurde für Menschen entwickelt, die aus beruflichen Gründen ihr Erscheinungsbild wahren müssen oder nicht mit kurzem Haar auftreten möchten.
Da langes Haar den Spenderbereich verdeckt, bleibt auch der verpflanzte Bereich teilweise verborgen; die Zeit bis zur unauffälligen Rückkehr in den Alltag verkürzt sich. Der Gewinn liegt in der Sichtbarkeit, nicht im Ergebnis.
Durchführung
Im Spenderbereich wird ein schmales Fenster gekürzt, das vom darüberliegenden Haar verdeckt wird. Die Grafts werden einzeln aus diesem Fenster entnommen.
Im Empfängerbereich wird zwischen den vorhandenen Haaren gesetzt, ohne sie zu entfernen. Damit Nachbarwurzeln unverletzt bleiben, kommen feine Instrumente zum Einsatz; in dieser Phase kann ein Implanter gewählt werden.
Warum die Graftobergrenze niedriger liegt
Grafts einzeln zwischen langen Haaren zu entnehmen und zwischen vorhandenen Haaren zu setzen, geht deutlich langsamer voran als bei rasierter Technik.
In derselben Zeit werden weniger Grafts übertragen. Deshalb bleibt die Graftzahl je Sitzung bei Planung ohne Rasur meist im Bereich von 1.000–2.500, und großflächige Lichtungen lassen sich nicht in einer Sitzung abdecken.
Heilung und Rückkehr in den Alltag
Die erste Haarwäsche erfolgt am Tag nach der Operation in der Klinik. Die Krusten fallen in 7–10 Tagen ab; da das vorhandene Haar sie teilweise verdeckt, normalisiert sich das Erscheinungsbild früher.
Shedding-Effekt und Wachstumskalender entsprechen der rasierten Technik: Das dauerhafte Nachwachsen beginnt ab dem vierten Monat, das Ergebnis ist im 12.–18. Monat abgeschlossen.
Für wen nicht geeignet, was nicht zu erwarten ist
Die Technik ohne Rasur ist eine Lösung für die Sichtbarkeit, keine für die Kapazität. Bei großflächiger Lichtung ist sie ungeeignet, weil sich nicht genügend Grafts übertragen lassen; das ist die echte Grenze des Verfahrens und wird in der Untersuchung klar benannt.
Eine vollständig schnittfreie Anwendung ist technisch nicht möglich. Im Spenderbereich wird stets eine Fläche gekürzt; der Unterschied besteht darin, dass sie sich mit dem darüberliegenden Haar verdecken lässt.
- Bei Lichtungen ab Norwood 4 lassen sich in einer Sitzung nicht genügend Grafts übertragen
- Wer kein ausreichend langes Haar hat, um das Spenderfenster zu verdecken, erhält diesen Vorteil nicht
- Unkontrollierte Gerinnungsstörung oder Einnahme von Blutverdünnern — nicht ohne hämatologische Abklärung
- Aktive Kopfhautinfektion oder entzündliche Kopfhauterkrankung — keine Operationsplanung vor deren Behandlung
- Autoimmuner Haarausfall wie ausgedehnte Alopecia areata — nicht ohne dermatologische Freigabe
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.
Häufige Fragen
Wird wirklich gar nichts geschnitten?
Wie viele Grafts sind möglich?
Wann kann ich wieder arbeiten?
Voreinschätzung
Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit
Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.