DHI-Haartransplantation
DHI ist ein Verfahren ohne getrennten Arbeitsschritt zum Anlegen der Kanäle: Der Graft wird mit einem stiftförmigen Implanter — dem Choi-Implanter — transportiert und im selben Moment gesetzt, in dem der Kanal entsteht.
- Dauer
- 7–9 Stunden
- Anästhesie
- Lokalanästhesie
- Heilung
- 10 Tage Krustenbildung · 15 Tage bis zur vollen Sichtbarkeit
- Sitzungen
- Eine Sitzung
- Haltbarkeit
- Dauerhaft; Ergebnis nach 12–18 Monaten abgeschlossen
Unterschied zu FUE
Bei FUE werden zuerst alle Kanäle angelegt, die Grafts danach mit der Pinzette gesetzt. Bei DHI (Direct Hair Implantation) transportiert der Choi-Implanter den Graft, legt den Kanal an und gibt ihn in derselben Bewegung ab.
Die Zeit, die der Graft außerhalb des Körpers verbringt, verkürzt sich, und die Berührung der Wurzel beim Setzen nimmt ab. Dafür schreitet der Eingriff langsamer voran; die je Sitzung übertragbare Graftzahl liegt vergleichsweise niedriger.
Wo DHI bevorzugt wird
Die Wahl des Verfahrens richtet sich nicht nach Marketingsprache, sondern nach Haardicke, Ausdehnung des lichten Bereichs und vorhandener Haardichte. In drei Situationen liegt DHI vorn.
- Verdichtung zwischen vorhandenen Haaren — das Risiko, Nachbarwurzeln zu verletzen, ist geringer
- Haarlinien, die fein mit Einzelhaargrafts aufgebaut werden müssen
- Anwendungen ohne Rasur — der Implanter erleichtert das Setzen zwischen langen Haaren
Eingriffstag und Heilung
Die Entnahmephase entspricht der bei FUE und dauert 2–3 Stunden. Da das Setzen mit dem Implanter erfolgt, steigt die Gesamtdauer auf 7–9 Stunden.
Die Krusten fallen in 10–14 Tagen ab. Zwischen dem zweiten und vierten Monat tritt der Shedding-Effekt auf; das dauerhafte Nachwachsen beginnt ab dem vierten Monat, das Ergebnis ist im 12.–18. Monat abgeschlossen.
Was das Ergebnis bestimmt
DHI ist kein „besseres Verfahren“ als FUE, sondern ein anderes Werkzeug zum Setzen. Über das Ergebnis entscheidet nicht der Name des Instruments, sondern die folgenden messbaren Größen.
- Kanalwinkel und -richtung — das ist der eigentliche Faktor für Natürlichkeit
- Auswahl der Implanterspitze passend zur Graftdicke
- Verweildauer des Grafts außerhalb des Körpers und die Lagerbedingungen
- Spenderdichte und Ausmaß der Ausdünnung des vorhandenen Haars
Für wen nicht geeignet, was nicht zu erwarten ist
Die konkreteste Grenze von DHI ist die Geschwindigkeit. Da in derselben Zeit weniger Grafts übertragen werden, ist bei großflächiger Lichtung keine vollständige Abdeckung in einer Sitzung zu erwarten; in solchen Fällen kann klassische FUE geeigneter sein.
Die medizinischen Gegenanzeigen entsprechen denen der FUE; der Einsatz eines Implanters hebt kein einziges Hindernis auf.
- Unkontrollierte Gerinnungsstörung oder Einnahme von Blutverdünnern — nicht ohne hämatologische Abklärung
- Aktive Kopfhautinfektion oder entzündliche Kopfhauterkrankung — keine Operationsplanung vor deren Behandlung
- Autoimmuner Haarausfall wie ausgedehnte Alopecia areata — nicht ohne dermatologische Freigabe
- Bei Norwood 5 und höher wird keine vollständige Abdeckung in einer Sitzung angestrebt
- Bei dickem Haar klemmt der Graft, wenn die Spitzengröße ohne Messung gewählt wird; die Spitze richtet sich nach der Haardicke
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.
Häufige Fragen
Sieht DHI natürlicher aus?
Ist mit DHI eine Verpflanzung ohne Rasur möglich?
Warum dauert DHI länger?
Kann ich am Tag nach der Operation zurückfliegen?
Voreinschätzung
Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit
Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.