Feste Zahnspange — festsitzende Kieferorthopädie
Bei der festen Zahnspange werden Zahnreihe und Biss über 12–30 Monate mit auf die Zähne geklebten Brackets und Bögen korrigiert.
- Dauer
- 12–30 Monate
- Anästhesie
- Nicht nötig
- Heilung
- Keine gesonderte Heilungszeit
- Sitzungen
- Kontrolle alle 4–6 Wochen
- Haltbarkeit
- Wird über die Retention gesichert
Verfahren mit hoher Vorhersehbarkeit
Feste Brackets ermöglichen eine unmittelbare Kontrolle der Zahnbewegung. Bei komplexen Bewegungen wie Wurzelbewegung, Schließen einer Extraktionslücke oder Kaschieren skelettaler Probleme ist die Vorhersehbarkeit hoch.
Neben Metallbrackets sind zahnfarbene Keramikbrackets und an der Zahnrückseite geklebte Lingualsysteme möglich. Die Wahl richtet sich nach der Komplexität der Bewegung und nach Ihrer Präferenz zur Sichtbarkeit.
Vorbereitung vor der Behandlung
Mit Panorama- und Fernröntgenbild wird die skelettale Beziehung beurteilt und eine Modellanalyse durchgeführt. Karies wird behandelt und Zahnstein entfernt; erst danach werden die Brackets geklebt.
In manchen Fällen ist zur Platzgewinnung eine Extraktion nötig. Diese Entscheidung fällt nach Modellanalyse und kephalometrischen Messungen; die Begründung wird vor der Extraktion erläutert.
Mundpflege während der Behandlung
Der Bereich um die Brackets ist die Stelle, an der sich bakterieller Belag am leichtesten sammelt. Unzureichendes Putzen endet mit gerade gestellten, aber am Schmelz verfärbten Zähnen.
Interdentalbürste, Orthodontiebürste und Fluoridgel sind untrennbarer Teil der Behandlung. Bei den Kontrollen wird auch die Mundhygiene beurteilt; ist sie unzureichend, wird der Behandlungsplan überprüft.
- Nach jeder Mahlzeit mit der Orthodontiebürste putzen
- Interdentalbürste und Superfloss für die Reinigung unter dem Bogen
- Vom Behandler empfohlenes Fluoridgel oder Mundspülung
- Harte, klebrige und kernhaltige Speisen meiden
Die Retentionsphase
Mit dem Entfernen der Brackets endet die Behandlung nicht. Die Zähne neigen dazu, zurückzuwandern, bis sich Knochen und Bindegewebe in der neuen Position umgebaut haben; diese Neigung ist im ersten Jahr am ausgeprägtesten.
Die Retention erfolgt über einen an der Zahnrückseite geklebten dünnen Draht oder eine nachts getragene Schiene. Dauer und Form werden fallbezogen festgelegt und erfordern regelmäßige Kontrolle.
Für wen nicht geeignet, was nicht zu erwarten ist
Kieferorthopädie bewegt Zähne im Knochen. Ist der stützende Knochen bereits reduziert, beschleunigt die aufgebrachte Kraft den Verlust; deshalb werden Brackets nicht vor Abschluss der Parodontitistherapie geklebt.
Brackets verändern nicht die Lage der Kieferknochen zueinander. Bei erwachsenen Patienten mit ausgeprägter skelettaler Diskrepanz genügt Kieferorthopädie allein nicht; es ist eine umfassende Abklärung nötig.
- Unbehandelte Parodontitis und Knochenabbau — kieferorthopädische Kraft beschleunigt den Verlust
- Aktive Karies und Entzündung an der Wurzelspitze — werden vor dem Kleben der Brackets behandelt
- Situationen, in denen die Mundhygiene nicht durchzuhalten ist — hohes Risiko dauerhafter Schmelzverfärbungen
- Ausgeprägte skelettale Diskrepanz — bei Erwachsenen korrigieren Brackets allein den Biss nicht
- Wenn die Retentionsphase nicht eingehalten wird — das Ergebnis verliert sich im ersten Jahr
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.
Häufige Fragen
Ist es im Erwachsenenalter zu spät für eine Zahnspange?
Tut eine feste Zahnspange weh?
Wovon hängt die Behandlungsdauer ab?
Ist eine feste Kieferorthopädie bei Wohnsitz im Ausland möglich?
Voreinschätzung
Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit
Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.