Stirn-Botox
Beim Stirn-Botox werden dem Musculus frontalis — dem einzigen Muskel, der die Stirn nach oben zieht — 8–20 Einheiten Botulinumtoxin gegeben, um die Bewegung, die waagerechte Stirnfalten erzeugt, dosiert zu verringern.
- Dauer
- 10–15 Minuten
- Anästhesie
- Meist nicht nötig; auf Wunsch oberflächliche Betäubungscreme
- Heilung
- Rückkehr in den Alltag am selben Tag
- Sitzungen
- Eine Sitzung · Kontrolle in der 2. Woche
- Haltbarkeit
- 4–6 Monate
Zielmuskel: Frontalis
Die waagerechten Linien auf der Stirn sind das Werk eines einzigen Muskels: des Frontalis. Er hebt die Augenbrauen, und bei jedem Heben legt sich die darüberliegende Haut in Falten. Mit jeder Wiederholung wird die Linie deutlicher.
Der Frontalis ist der einzige Brauenheber im Gesicht. Die Muskeln, die die Braue nach unten ziehen (Glabellaregion und Augenumgebung), arbeiten gegen ihn. Deshalb verändert die Dosis im Frontalis nicht nur die Stirnlinie, sondern auch die Brauenhöhe.
Die Anwendung wird nicht gleichmäßig über die ganze Stirn verteilt. Die tatsächlichen Grenzen des Muskels werden markiert, während Sie die Brauen heben; Breite und mittlere Trennstelle des Frontalis sind bei zwei Personen nicht gleich.
Wie die Dosis berechnet wird
Für die Stirn liegt der typische Bereich bei 8–20 Einheiten. Wo innerhalb dieses Bereichs man landet, bestimmt die Kraft des Muskels; die genaue Dosis wird in der Untersuchung durch Beobachtung des Brauenhebens festgelegt.
In dieser Region wird die Dosis als die niedrigste Menge gewählt, die zur Milderung der Linie ausreicht. Eine hohe Dosis glättet die Linie stärker, senkt aber die Braue; Gewinn und Verlust treffen sich in derselben Einheit.
- Muskelkraft — bei kräftiger Mimik nähert sich die Dosis der Obergrenze des Bereichs
- Stirnhöhe — bei breiter Stirn wächst die Muskelfläche, die Zahl der Einstichpunkte steigt
- Brauenposition — bei ohnehin tief stehender Braue wird eine niedrige Dosis gewählt
- Geschlecht — bei Männern ist die Frontalismasse meist größer, die Dosis verschiebt sich nach oben
- Frühere Anwendungen — bei regelmäßiger Wiederholung kann die Dosis sinken, weil der Muskel schwächer wird
Der Anwendungstag
Die Haut wird gereinigt, Sie werden gebeten, die Brauen zu heben, und der bewegliche Teil des Muskels wird markiert. Die Injektion erfolgt meist an 6–10 Punkten mit sehr feiner Nadel.
Die Gesamtdauer beträgt 10–15 Minuten. Bei den meisten ist keine Betäubung nötig; auf Wunsch kann 20 Minuten lang eine oberflächliche Betäubungscreme einwirken. Spürbar ist an jedem Punkt ein ein- bis zweisekündiges Stechen und ein leichter Druck.
In den ersten vier Stunden nicht hinlegen und die Region nicht massieren. Am selben Tag Sport, Sauna und Alkohol meiden. Die kleinen Quaddeln an den Einstichpunkten gehen in 15–30 Minuten zurück.
Der zeitliche Verlauf der Wirkung
Die Wirkung setzt am 3.–7. Tag ein und ist am 10.–14. Tag vollständig ausgeprägt. Dass in den ersten Tagen scheinbar nichts geschieht, ist normal; das Ergebnis wird vor Ablauf von zwei Wochen nicht beurteilt.
Deshalb erfolgt in der zweiten Woche eine Kontrolluntersuchung. Gibt es eine Asymmetrie oder eine unzureichend behandelte Stelle, wird bei dieser Kontrolle eine kleine Korrektur ergänzt; die zusätzlichen Einheiten werden ebenfalls dokumentiert.
An der Stirn hält die Wirkung durchschnittlich 4–6 Monate. Danach kehrt der Muskel schrittweise zu seiner alten Kraft zurück; die Linie kehrt zu ihrem Zustand vor der Behandlung zurück und wird nicht schlechter.
Nachsorge nach der Rückkehr
Botulinumtoxin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Deshalb erhalten Sie eine schriftliche Dokumentation: Wirkstoffname des angewendeten Präparats, Chargennummer, Gesamtzahl der Einheiten und deren Verteilung auf die Regionen sowie das Anwendungsdatum.
Diese Dokumentation ist wichtiger, als sie zunächst wirkt. Sie ist die Grundlage dafür, dass eine Ärztin oder ein Arzt in Deutschland, Österreich oder der Schweiz im Falle einer unerwünschten Wirkung weiß, welcher Stoff in welcher Menge wo angewendet wurde. Ohne diese Angaben bleibt eine Beurteilung Vermutung.
Die Beurteilung am 14. Tag erfolgt aus der Ferne über Fotos in Ruhe und in Mimik. Für eine Korrektur, die eine erneute Injektion erfordert, ist eine Anreise nötig; eine Fernverordnung von Botulinumtoxin gibt es nicht.
- Sofort ärztlich abklären lassen — Schluck- oder Sprechstörung, Doppelbilder, allgemeine Muskelschwäche oder Atemnot
- Ärztlich abklären lassen — hängendes Oberlid, das über sechs Wochen hinaus besteht
- Uns schriftlich melden — Asymmetrie oder unzureichende Wirkung, mit Fotos am 14. Tag
- Mitnehmen für jede Vorstellung vor Ort — Dokumentation mit Wirkstoffname, Chargennummer und Einheiten
Was das Ergebnis bestimmt
Über das Ergebnis entscheidet nicht die Gesamtzahl der Einheiten, sondern deren Verteilung. Eine Injektion zu nah am unteren Teil des Frontalis senkt die Braue; eine auf den oberen Teil beschränkte Injektion lässt die unteren Linien offen.
Ein maskenhafter Ausdruck ist nicht die Folge der richtigen, sondern einer zu hohen Dosis. Ziel ist nicht, die Bewegung zu beenden, sondern sie zu verringern: Die Braue soll sich weiterhin heben lassen, die Linie sich nur nicht mehr so tief einprägen.
Bleibt eine Stirnlinie auch bei bewegungslosem Gesicht bestehen, handelt es sich um eine statische Falte, die auf dem Substanzverlust der Haut selbst beruht. Botox verlangsamt deren Vertiefung, glättet sie aber nicht allein.
Für wen nicht geeignet, was nicht zu erwarten ist
Botulinumtoxin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit eigenen Gegenanzeigen. Sie müssen in der Untersuchung alle eingenommenen Medikamente, durchgemachte Erkrankungen und eine mögliche Schwangerschaft angeben.
Bei ohnehin tief stehender Braue oder erschlaffter Oberlidhaut verschlechtert eine Schwächung des Frontalis das Erscheinungsbild. In diesem Fall wird die Dosis gesenkt oder gar nicht angewendet.
- Schwangerschaft und Stillzeit — keine Anwendung
- Neuromuskuläre Erkrankungen (Myasthenia gravis, Lambert-Eaton-Syndrom, ALS) — keine Anwendung
- Einnahme von Aminoglykosid-Antibiotika — können die Wirkung des Toxins verstärken, keine Anwendung vor Therapieende
- Aktive Infektion oder entzündliche Hauterkrankung im Anwendungsgebiet — keine Anwendung, bevor sie abgeklungen ist
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Botulinumtoxin — keine Anwendung
- Gerinnungsstörung oder Einnahme von Blutverdünnern — die Wahrscheinlichkeit blauer Flecken steigt, ärztliche Beurteilung nötig
- Eine tiefe statische Stirnfalte glättet sich nicht allein durch Botox; Brauen- und Lidsenkung bessern sich damit nicht
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.
Häufige Fragen
Mit wie vielen Einheiten wird Stirn-Botox durchgeführt?
Sinken nach Stirn-Botox meine Augenbrauen?
Wann sehe ich die Wirkung und wie lange hält sie an?
Wirkt mein Gesicht dann ausdruckslos?
Ich reise am selben Tag zurück — ist das ein Problem?
Voreinschätzung
Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit
Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.