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Graft · Winkel

Bart- und Schnurrbarttransplantation

Bei der Barthaartransplantation werden Grafts aus dem Hinterkopf in die bartlosen Zonen des Gesichts gesetzt — im natürlichen Austrittswinkel des Barthaars.

Bild. Fotoğraf: Nikolaos Dimou / Pexels

Technisch ist die Barthaartransplantation derselbe Eingriff wie die Haartransplantation: Die Grafts stammen wieder aus dem Hinterkopf. Der Unterschied liegt im Setzen. Auf der Kopfhaut tritt das Haar in einem Winkel von 40–45 Grad aus, im Gesicht sinkt dieser Winkel auf 15–20 Grad. Bei falschem Winkel stellen sich die Haare auf, und das Ergebnis wirkt selbst rasiert nicht natürlich.

Deshalb ist bei der Barthaartransplantation der Richtungsplan wichtiger als die Graftzahl. Kinnlinie, Wange, Koteletten und Schnurrbartzone verlangen jeweils andere Winkel und andere Dichten.

Die zweite bestimmende Größe ist die Spenderkapazität. Jeder in den Bart verlagerte Graft steht später nicht mehr für das Kopfhaar zur Verfügung. Bei Patienten mit zusätzlichem Haarausfall werden beide Regionen aus einem gemeinsamen Budget geplant.

Häufige Fragen

Wie viele Grafts sind bei einer Barthaartransplantation nötig?
Das hängt von der Region ab. Für die Kinnlinie allein werden typischerweise 800–1.500 Grafts geplant, für einen Vollbart einschließlich Wangen 2.000–3.500, für die Schnurrbartzone 350–600, für Koteletten je Seite 200–350. Die genaue Zahl ergibt sich aus der Vermessung der bartlosen Fläche.
Kann der verpflanzte Bart rasiert werden?
Ja. In den ersten zehn Tagen kommen weder Klinge noch Maschine an die Region. Nach dem Abfallen der Krusten ist ein Kürzen mit der Schere möglich, ab Ende des ersten Monats die Nassrasur. Die verpflanzten Haare sind dauerhaft und wachsen wie normale Barthaare.
Hinterlässt eine Barthaartransplantation Narben?
Im Empfängerbereich wird nicht geschnitten, die Grafts werden in Mikrokanäle gesetzt; es bleiben keine Narben. Im Spenderbereich entstehen punktförmige Male von 0,7–0,9 mm, die bei nachwachsendem Haar nicht mehr sichtbar sind.
Wann steht das Ergebnis fest?
Die verpflanzten Haare fallen in der 2.–4. Woche aus und beginnen ab dem 3. Monat nachzuwachsen. Im Bartbereich erreicht die endgültige Dichte etwas früher als am Kopf ihren Stand, im 9.–12. Monat.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.

Voreinschätzung

Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit

Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.