Wie wird die Zahnfarbe im Smile Design gewählt?
Die Zahnfarbe wird über die 16 Farben der VITA-Classical-Skala (A1–D4) oder über die VITA-3D-Master-Skala gewählt. Natürlich wirkt die Farbe, die die Helligkeit der Augenweiß nicht übersteigt und dieselbe Wärme wie der Hautton hat; ohne Freigabe bei der Anprobe geht die gewählte Farbe nicht in die Fertigung.
Was ist die VITA-Skala, und wie viele Farben umfasst sie?
Die VITA-Classical-Skala beschreibt die Zahnfarbe in 16 Stufen und teilt sie in vier Gruppen: Gruppe A umfasst rötlich-braune, Gruppe B rötlich-gelbe, Gruppe C gräuliche und Gruppe D rötlich-graue Töne. Innerhalb jeder Gruppe wird die Farbe mit steigender Zahl dunkler.
Die VITA-3D-Master-Skala trennt die Farbe dagegen auf drei Achsen: Helligkeit, Sättigung und Wärme. Diese Trennung erleichtert besonders bei Einzelzahnversorgungen die Übereinstimmung mit dem Nachbarzahn.
Die außerhalb der Skala liegenden BL-Töne (Bleach) liegen oberhalb des natürlichen Zahnfarbbereichs. Diese Töne gibt es, aber sie wirken nicht in jedem Gesicht natürlich.
Wie und in welchem Licht wird die Farbe gewählt?
Die Farbwahl erfolgt bei Tageslicht oder unter neutralem Licht mit einer Farbtemperatur von 5.500–6.500 K. Eine unter gelber Behandlungsleuchte getroffene Wahl sieht bei Tageslicht anders aus.
Die Skala wird jeweils innerhalb von 5–7 Sekunden verglichen. Danach passt sich das Auge der Farbe an und verliert an Unterscheidungsvermögen; deshalb wird zwischen den Blicken auf eine neutralgraue Fläche geschaut und pausiert.
Vor der Wahl werden Lippenstift und farbkräftige Kleidung abgelegt, und die Zähne bleiben feucht. Eine austrocknende Zahnoberfläche erscheint heller als sie ist, sodass die gewählte Farbe in Wirklichkeit dunkler ausfällt.
Warum sind Hautton und Augenweiß Maßstab?
Das Augenweiß ist die verlässlichste Weißreferenz im Gesicht. Übersteigt die Zahnfarbe die Helligkeit des Augenweiß, liest das Auge diesen Unterschied als unnatürliche Helligkeit.
Der Hautton ist die zweite Referenz. Auf warmer Haut (mit gelb-goldenem Unterton) wirken Töne der Gruppe A stimmiger, auf kühler Haut (mit rosa-blauem Unterton) wirken zu Gruppe B tendierende Töne natürlicher.
Die dritte Referenz ist das Alter. Natürliche Zähne werden mit zunehmendem Alter dunkler und verändern ihre Transparenz; ein im Verhältnis zu den Gesichtszügen unpassend heller Ton ist der eigentliche Faktor, der die Natürlichkeit stört.
Warum passt der hellste Ton nicht zu jedem?
Die hellsten Töne wie BL1 und BL2 liegen außerhalb des natürlichen Zahnfarbbereichs. Sie ergeben ein kontrastreiches Erscheinungsbild und können im Verhältnis zu den Gesichtszügen künstlich wirken.
Der Kontrast ist entscheidend: Auf dunkler Haut fällt ein heller Ton stärker auf, auf heller Haut wird derselbe Ton weicher gelesen. Deshalb ergibt derselbe Ton bei zwei Personen ein unterschiedliches Ergebnis.
Wird ein natürliches Erscheinungsbild angestrebt, wird der Ton 2–3 Stufen heller als die aktuelle Zahnfarbe gewählt. Dieser Bereich bewirkt eine wahrnehmbare Veränderung und behält zugleich das Verhältnis zum Augenweiß.
Wie laufen Anprobe und schriftliche Freigabe ab?
Der gewählte Ton wird vor dem Eingriff in die Patientenakte eingetragen, und Ihre Freigabe wird eingeholt. Eine mündliche Verständigung genügt nicht; der Farbcode (zum Beispiel A2 oder 2M2) wird dokumentiert.
Bei der Anprobe wird die Versorgung vor dem Einkleben in den Mund eingesetzt und bei Tageslicht beurteilt. Farbe, Form und Länge lassen sich in dieser Phase noch ändern.
Keine Versorgung ohne Freigabe bei der Anprobe wird definitiv eingegliedert. Eine Korrektur geht ins Labor, und der Zeitplan kann sich dadurch um 1 Tag verlängern.
Der dokumentierte Farbcode bleibt auch nach Ihrer Rückkehr wichtig: Muss Jahre später ein einzelner Zahn erneuert werden, kann eine Praxis an Ihrem Wohnort mit diesem Code die Farbe reproduzieren, statt sie zu schätzen.
Wie werden Bleaching und Versorgungsfarbe gemeinsam geplant?
Keramik reagiert nicht auf Bleaching. Sollen deshalb nicht zu versorgende Zähne gebleicht werden, erfolgt das Bleaching vor der Wahl der Versorgungsfarbe.
Nach dem Bleaching stabilisiert sich die Zahnfarbe binnen 1–2 Wochen. Wird die Versorgungsfarbe vor Ablauf dieser Zeit gewählt, entsteht ein Unterschied zwischen der eingependelten Farbe und der Versorgung.
Wird der Unterkiefer nicht versorgt, richtet sich die Farbe des Oberkiefers nach der eingependelten Farbe der Unterkieferzähne. Ein Unterschied von mehr als 1 Stufe zwischen den Kiefern wird beim Sprechen und Lachen sichtbar.
Lässt sich die Farbe nachträglich ändern?
Nach der Fertigung lässt sich die Farbe der Keramik nicht ändern. Kleine Korrekturen durch Oberflächenbemalung sind begrenzt und keine dauerhafte Lösung.
Ein Farbwechsel bedeutet, die Versorgung abzunehmen und neu zu fertigen. Das führt zwar zu keinem zusätzlichen Verlust an Zahnsubstanz, erfordert aber den Laborprozess und eine erneute Anprobe.
Deshalb ist die Farbentscheidung der am wenigsten umkehrbare Schritt im Versorgungszeitplan und die Phase, in der am Anprobetag nichts überstürzt werden sollte.
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.
Häufige Fragen
Vergilbt die Versorgung mit der Zeit?
Kann die Farbe per Foto gewählt werden?
Haben Ober- und Unterkiefer dieselbe Farbe?
Gehören Zahnfleischfarbe und -niveau zur Gestaltung?
Voreinschätzung
Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit
Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.