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meist 2–6 VITA-Stufen Aufhellung

Zähne bleichen

Beim Bleichen werden in Schmelz und Dentin eingelagerte Verfärbungen mit peroxidhaltigen Gelen aufgehellt; angestrebt wird typischerweise eine Aufhellung um 2–6 Stufen der VITA-Skala.

Dauer
In der Praxis 45–60 Minuten · zu Hause 10–14 Tage
Anästhesie
Nicht nötig
Heilung
Keine gesonderte Heilungszeit; 48 Stunden Empfindlichkeit möglich
Sitzungen
In der Praxis 1–2 Sitzungen · zu Hause als Kur
Haltbarkeit
1–3 Jahre; abhängig von Ernährung und Rauchverhalten

Zwei Verfahren

Beim Bleichen in der Praxis wird hochkonzentriertes Gel unter zahnärztlicher Aufsicht und bei abgedecktem Zahnfleisch aufgetragen; das Ergebnis ist in derselben Sitzung sichtbar. Eine Sitzung dauert 45–60 Minuten.

Bei der Heimanwendung wird eine individuelle Schiene angefertigt und niedriger konzentriertes Gel zu Hause täglich einige Stunden getragen. Das Ergebnis stellt sich in 10–14 Tagen ein; die Empfindlichkeit fällt meist geringer aus.

Zuerst reinigen, dann bleichen

Bleichen bei vorhandenem Zahnstein und Oberflächenverfärbungen ergibt ein ungleichmäßiges Ergebnis; das Gel kann die Oberfläche nicht gleichmäßig erreichen. Deshalb erfolgt zuerst eine professionelle Reinigung.

Wird Gel bei Karies oder undichten Restaurationsrändern angewendet, erreicht es das Dentin und steigert die Empfindlichkeit deutlich. Deshalb werden diese Stellen vor dem Bleichen behandelt.

Kronen und Füllungen bleichen nicht

Kompositfüllungen, Kronen und Veneers werden von Bleichgel nicht beeinflusst. Werden die natürlichen Zähne heller, kann ein sichtbarer Farbunterschied zu ihnen entstehen.

Gibt es im Frontbereich Restaurationen oder Kronen, wird vor dem Eingriff besprochen und in den Plan geschrieben, dass diese nach dem Bleichen an die neue Farbe angepasst werden müssen.

Was die Haltbarkeit bestimmt

Die Haltbarkeit des Bleichens liegt zwischen 1 und 3 Jahren und wird im Wesentlichen von den täglichen Gewohnheiten bestimmt: Kaffee, Tee, Rotwein, dunkle Getränke und Rauchen bringen die Farbe zurück.

Zur Erhaltung können unter zahnärztlicher Kontrolle kurze Heimkuren eingesetzt werden. Die Häufigkeit legt die Zahnärztin oder der Zahnarzt fest; unkontrollierte, häufige Wiederholung kann die Empfindlichkeit dauerhaft machen.

  • In den ersten 48 Stunden färbende Speisen und Getränke meiden
  • Rauchen verkürzt die Haltbarkeit des Ergebnisses deutlich
  • Halbjährliche professionelle Reinigung verzögert Oberflächenverfärbungen
  • Erhaltungskuren nur auf zahnärztliche Empfehlung und in festgelegtem Abstand

Für wen nicht geeignet, was nicht zu erwarten ist

Bleichen wirkt nur auf natürlicher Zahnsubstanz. Die Farbe von Kronen, Veneers und Kompositrestaurationen hellt sich nicht auf; bei vielen Restaurationen im Frontbereich ergibt Bleichen allein deshalb kein ausgewogenes Ergebnis.

Nicht jede Verfärbung hellt sich gleich stark auf. Bei arzneimittelbedingten strukturellen Verfärbungen wie durch Tetrazykline und bei Fluorose bleibt das Ergebnis begrenzt; in diesen Fällen werden Veneers oder eine Kompositabdeckung geprüft.

  • Kronen, Veneers und Kompositrestaurationen — hellen nicht auf, werden bei Bedarf erneuert
  • Schwangerschaft und Stillzeit — in dieser Zeit kein Wahlbleaching, es wird auf die Zeit nach der Geburt verschoben
  • Unbehandelte Karies, frakturierte Zähne und undichte Restaurationsränder — werden zuerst behandelt, da das Gel das Dentin erreicht
  • Ausgeprägte Zahnempfindlichkeit und freiliegende Wurzeloberflächen — keine Kur, bevor die Empfindlichkeit behandelt ist
  • Unter 16–18 Jahren — Schmelz und Pulpa sind noch nicht vollständig entwickelt, deshalb nicht ohne ärztliche Beurteilung

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Verfahren, Dosis und Dauer werden individuell in der Untersuchung festgelegt.

Häufige Fragen

Schadet Bleichen den Zähnen?
Unter zahnärztlicher Kontrolle, mit geeigneter Konzentration und Einwirkzeit ist kein dauerhafter Verlust an Schmelzsubstanz zu erwarten. Schäden entstehen bei häufiger und langer Anwendung unkontrollierter Produkte; eine solche Anwendung kann die Empfindlichkeit dauerhaft machen.
Um wie viele Stufen hellen meine Zähne auf?
Typischerweise ist auf der VITA-Skala eine Aufhellung um 2–6 Stufen zu sehen. Das Ergebnis hängt von der Ausgangsfarbe und der Ursache der Verfärbung ab: Bei äußeren Verfärbungen fällt die Aufhellung deutlicher aus, bei strukturellen wie durch Tetrazykline begrenzter.
Wie lange hält das Weiß?
Meist 1–3 Jahre. Die Dauer bestimmen Kaffee, Tee, Rotwein und Rauchen. Zur Erhaltung sind unter zahnärztlicher Kontrolle kurze Heimkuren möglich; die Häufigkeit legt die Zahnärztin oder der Zahnarzt fest.
Kommt es beim Bleichen zu Empfindlichkeit?
Während der Anwendung und in den ersten 48 Stunden danach kann eine vorübergehende Kälteempfindlichkeit auftreten. Sie klingt meist von selbst ab und lässt sich mit fluorid- und kaliumnitrathaltigen Desensibilisierungsprodukten mindern. Hält sie an, wird die Kur unterbrochen.

Voreinschätzung

Schreiben Sie uns Ihre Situation — wir antworten mit einer Maßeinheit

Senden Sie Ihr Foto oder Ihr Röntgenbild; die zuständige Fachärztin oder der zuständige Facharzt antwortet mit einem Graftbereich, einer Zahnzahl oder einem Einheitenbereich. Falls Sie nicht geeignet sind, schreiben wir auch das deutlich.